Das Innere der Pfarrkirche Hl. Josef
Der Innenraum der Kirche wirkt hell, lichtdurchflutet und geräumig. Die Helligkeit kommt von den acht Fenstern, das hohe Stichkappengewölbe nimmt alles Drückende und Düstere.
Außerdem besticht das Innere durch seine einheitliche barocke Ausstattung, die aber nicht überladen wirkt. Das dreijochige Langhaus wird durch einen eingezogenen rundbogigen
Triumphbogen vom Presbyterium abgetrennt.
Die drei Altäre stammen aus der Erbauungszeit der Kirche.
Der Hauptaltar

Der viersäulige Hochaltar mit korinthischen Kapitellen zeigt das Bild des Kirchenpatrons Josef als Fürbitter. Er trägt den Jesusknaben auf dem Arm und hat ihm eben eine Bittschrift der Gläubigen übergeben, wobei als Vermittler ein Priester half. Das zeigt das damalige Verständnis der Hierarchie der Kirche: Gläubige – Priester – Heilige und Gott.
Während Jesus gerade einen Bittzettel unterschreibt, gibt Josef dem Priester das vorher unterzeichnete Schreiben zurück, auf dem steht: ,,Für einen seeligen Tod- fiat (es soll geschehen)“. Den Hl. Josef rief man allgemein als Fürbitter um eine gute Sterbestunde an.
Volkskundlich interessant macht dieses Gemälde die damalige Kleidung der Leute. Sie ist die Tracht des mittleren Oberinntals. Das Bild stammt vom Reuttener Künstler Franz Anton
Zeiller (Sohn des Joannes Zailler und der Ursula Schuchter, geb. 18. 04. 1716 in Reutte, gest. 04. 03 1794 Reutte, Hsnr. 133) um 1773.

Hl. Joachim

Mutter Anna
Seitenaltäre
Die beiden Seitenaltarblätter sind nicht signiert und datiert, stammen jedoch nach der Kirchenrechnung auch aus der Erbauungszeit.
Auf dem linken Seitenaltar stehen neben den Säulen die Apostel Simon (links) und Jakobus. Über Simon den Älteren wird im Neuen Testament fast nichts berichtet. Nach der Überlieferung missionierte er in Persien und Babylonien und ist nach der Legende bei lebendigem Leib mit einer Säge zerschnitten worden. Daher wird er mit einer Säge dargestellt.
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