Möglichkeitsraum Grünberg – Konzeptvorstellung am 24.09.2026

Ausgangslage: Was das Grünberg-Areal betrifft, ist die finanzielle Lage für den TVB und die Gemeinde Obsteig auf Dauer nicht tragbar.
Der Auftrag des TVB an die Regionalleiterin Gisela Egger: „Mach was!“

Das mit Unterstützung durch Bund, Land und EU initiierte Konzept „Erlebniswelt Grünberg in Obsteig“ hatte nicht das Ziel, konkrete Projekte umzusetzen. Es sollte den Boden dafür schaffen, auf dem konkrete Projekte entstehen können: Die Möglichkeiten, die das Areal bietet, erfassen und so beschreiben, dass Interessierte und Investoren wissen, was realistischerweise möglich ist, mit was sie ggf. rechnen müssen/können.

Ein vorher festgelegter Rahmen bildet einen Filter für das was realistisch und erwünscht ist:

  • naturschonend, den Bestand nutzend („sanfter Tourismus“)
  • von der Bevölkerung der Region genutzt und mitgetragen
  • wirtschaftlich tragbar
  • sich gegenseitig ergänzende Angebote, Nachhaltigkeit
  • stufen- oder schrittweise umsetzbar

<Siehe auch: Beitrag vom 23.03.2026>

 

Das Ergebnis dessen, was seit dem Herbst 2025 gemacht wurde, konnte man am 24.09.2026 im „Lärchenhof“ erfahren.

  • Bestandsaufnahme (bestehende Infrastruktur, geografische und rechtliche Gegebenheiten, bereits vorhandene Studien und Analysen)
  • Einbindung und Mitarbeit der Bevölkerung (Online-Befragung mit ca. 350 Rückmeldungen, rund 100 Interviews sowie Workshops mit Interessierten)
  • Konkretisierung von Ideen/Vorschlägen inkl. möglicher Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeitsberechnungen

 

Alexander Kofler (Beratungsfirma ecoKollektiv) ließ keine falschen Erwartungen aufkommen: „Ein Prozess wurde gestartet, kein unabänderliches Konzept“. Es gibt bewusst keinen Plan, den jemand abarbeiten/umsetzen könnte, sodass bis zu einem bestimmten Datum Probleme gelöst wären. Vielmehr geht es darum, Möglichkeiten aufzeigen und so aufbereiten, dass jedes Vorhaben ein Baustein von etwas Ganzem wird.

 

Das Programm:

  1. Eine „Landkarte der Möglichkeiten“ bildet den Hintergrund für die Umsetzung einzelner Punkte. Darin verzeichnet sind
    – alle gesammelten Ideen (alle „Bausteine“ sind verortet, d.h.: Plätze, wo eine Idee umgesetzt werden kann, sind festgelegt)
    – Beschreibung der jeweiligen Idee inkl. rechtlicher Einschränkungen und Wirtschaftlichkeitsberechnung
    – Synergien und Verknüpfungen mit anderen „Bausteinen“
  2. An Ideen für Veranstaltungsplätze, Erholungsräume, Bewegung & Sport und notwendiger Infrastruktur mangelt es nicht.
    Es geht somit um die Umsetzbarkeit: TVB und Gemeinde können und werden sich keinen „Selbstbedienungsladen“ leisten, indem sie entsprechende Infrastruktur schaffen und betreiben. Was sie jedoch tun können und wollen: Vorhaben von Interessierten und Investoren bei der Umsetzung bestmöglich begleiten und unterstützen. Da sind Interessen von Eigentümern, Berechtigten, Anrainern und potenziellen Nutzern ebenso zu berücksichtigen wie Wirtschaftlichkeit und gesetzliche Gegebenheiten.Weil die Sache sehr komplex ist, gibt keine einfachen Lösungen.
    Deshalb braucht es auch ein anderes Betreibermodell:
    – „Stewards“ übernehmen und betreuen ein bestimmtes Angebot
    – Investoren können/sollen Teile der Infrastruktur schaffen und (auch kommerziell) nutzen.
  3. Der Ort und die Region müssen laufend über Entwicklungen informiert und für das Vorhaben gewonnen werden. „Ohne Mit- und Zusammenarbeit Vieler ist das Projekt nicht machbar“ (Gisela Egger).
    Gisela Egger stellt klar: „Der TVB muss gar nichts“. Ohne klare Äußerungen von Seiten der Bevölkerung und ohne konkrete Mitarbeit hat der TVB kein Motiv, irgendetwas zu initiieren oder zu finanzieren. „Die erfolgte und sehr gut aufbereitete Beschreibung der Möglichkeiten im Bereich Grünberg ist eine Voraus-Leistung“. Alles Weitere muss aus der Region kommen und wird dann bestmöglich begleitet und unterstützt. Das Geld des TVB ist auch anderswo gefragt. Weder Gemeinde noch TVB werden Projekte umsetzen, die Initiative dazu muss aus dem Ort oder aus der Region kommen.
  4.  Die Alternative: Nichts tun, abwarten und/oder allein auf die Anziehungskraft der Schönheit von Landschaft und Natur setzen. Dann fährt der Zug weiter und die Geschichte des Grünbergs als touristisch nutzbares Gebiet ist zu Ende.
    Die Erhaltung von Rad- und Wanderwegen mit Sitzgelegenheiten ist gesichert.

Was – unabhängig vom Konzept – in Umsetzung ist:

  • Der Aussichtsturm am Grünberg wird saniert. Das notwendige Holz steuert die Gemeinde Obsteig bei und auch die Familie Hünnebeck (Schloss Klamm) leistet einen Beitrag.
  • Ein Stellplatz für durchreisende Camper ist beantragt.
  • Ein Eislaufplatz mit Eisstock-Bahn ist mit „Stewards“ vereinbart.
  • Der Raum rund um die Grünberg-Alm kann belebt werden, indem dort vermehrt Veranstaltungen stattfinden.
Text und Fotos: HK, Chronik Obsteig

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Quelle: Chronik Obsteig

Orginaldokument: Möglichkeitsraum Grünberg – Konzeptvorstellung am 24.09.2026