in Chronik 1989 - 90

Auch Volksschüler sollen in ihrem „zarten“ Alter als Bewohner einer Gemeinde ernstgenommen und um ihre Anliegen und Fragen ausgeforscht werden. Sie haben eine erstaunlich klare Vorstellung von ihrer jetzigen und zukünfti­gen Welt. Man soll nicht an ihnen , vorbeigehen, wenn es um Belange ihre. Lebensraumes oder ihres zukünftigen Zusammenlebens als Gemeinschaft der später Erwachsenen geht. Über Umweltfragen oder über das Geschehen in der Gemeinde kann man bereits in diesem Alter mit ihnen ohne Wei­teres diskutieren. Ihre Argumente sind freilich noch kindlich, dafür aber unverfälscht und erfrischend unmittelbar.

So soll der Siedlungsplatz einmal aussehen: Die Volksschulkinder wissen es genau.

In der Obsteiger Mooswaldsied­lung soll demnächst ein Kapellen­platz entstehen, der auch Kindern und Erwachsenen zum Aufent­halt sowie zum Spielen dienen soll. In Gruppenarbeit verfertig­ten die Volksschüler drei Model­le, wie sie sich die Gestaltung die­ses Platzes vorstellen. freilich können nicht alle Wünsche in die Detailplanung aufgenommen werden, aber es bleibt für die Zukunft „ihr“ Platz und sie haben sich mit einem Stück Gemeinde­lebens identifiziert.

„Gemeinschaft“ war auch das Schlagwort für ein Wochenende der Volksschulkinder auf einer Berghütte bei Vals im Wipptal. Einmal weg vom dauernden Schulstreß erlebten sie Spiele, einen gemeinsamen Abend und natürlich einmal das Übernachten außerhalb des gewohnten Rah­mens. Sie lernten · gegenseitige Rücksichtnahme, Freundschaft und Bewältigung gemeinsamer Aufgaben, und das kann für eine Dorfgemeinschaft nicht früh ge­nug erlebt werden. Lehrpersonen gestalteten dieses Wochenende und freiwillige Betreuerinnen, denen auf diesem Wege herzlich gedankt sein soll, sorgten für das leibliche Wohl der dreißig Kin­der.

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Quelle: Rundschau, Hubert Stecher

Orginaldokument: Aktive Volksschüler