in Chronik 2004 - 2005

Landesgesetzblatt für Tirol

Jahrgang 1982 – Herausgegeben und versendet am 20.1.1982 – 2. Stück


Verordnung der Landesregierung vom 22. Dezember 1981 über die Erklärung eines Teiles des Mieminger Plateaus im Gebiet der Gemeinden Obsteig und Nassereith zum Landschaftsschutzgebit.


Verordnung  der  Landesregierung  vom  22.  Dezember  1981  über  die  Erklä­rung eines Teiles des Mieminger Plateaus im Gebiet der Gemeinden Obsteig und Nassereith zum Landschaftsschutzgebiet

 

Auf Grund des § 7 Abs. l und 2 des Tiroler Naturschutzgesetzes, LGBI. Nr. 15/ 1975, wird verordnet:

§1 

( 1 ) Das in der Anlage  dargestellt rot umran­dete Gebiet in den Gemeinden Obsteig und Nas­sereith wird zum Landschaftsschutzgebiet er­klärt (Landschaftsschutzgebiet Mieminger Pla­teau).

(2) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von 9 km²

§ 2

(1) Die äußere Grenze des Landschaftsschutz­ geb ietes verläuft an der Reuttener Bundes stra ße bei km 19,8 beginnend entlang der Ostsei te die­ ser   Straße   bis   km   20,5,   sod  nn   entlang der

\.Vestgrenze der Gpn. 2432 / 303, 2432/ 307 und 2432 / 308, södann entlang der Nordgrenze der Gpn. 2432/ 308 und 2432/ 309 ostwärts bis an d ie alte Holzleitenstraße, nach Querung dieser Straße und des Strangbaches dem nördlichen Ufe r dieses Baches bachaufwärts bis zum Ostende der Gp. 2572/ l folgend, sodann ent­ lang dieser Grundparzelle nord- und westwärts bis zum Weg Gp. 2873, soda nn entlang des Süd­ randes dieses Weges bis zur westlichen Grenze der Gp. 2612/13, sodann entlang der Westgren­ ze der Gp. 2612/ 13 (bisher alle KG. Nassereith) bis zum »Waldeleweg«, sodann entlang des Nordrandes dieses Weges über die Gemeinde­ grenze Obsteig / Nassereith bis zum »Larchet­ weg«, sodann entlang des Südrandes des Fahr­ weges Aschland/Weisland bis zur Abzweigung des Fußweges Weisla nd / Arzkasten, sodann ent­ lang des Nordrandes dieses Weges bis zur Ein­ mündung in den Weg, der zum Lehnberghaus führt, sodann am Ostrand dieses Weges bis nördlich des Gasthauses Arzkasten, sodann ost­ wärts entlang der Südgrenze der Gpn. 3966 und , 1.007 bis zum Sturlbach, die sen querend sodann l.äiigs seines Ostufen, süd wärts bis zur Gp. 4014, soda nn entlang der Westgrenze der Gpn. 4014, 4020 und 4021 südwärts, anschließend entlang der Südgrenze der Gpn. 4021, 4013, 2508, 2507, 2505 und 2493 ostwärts, soda nn entlang der Ostgrenze der Gp. 2493 nordwäns und weiter der Südgrenze der Gpn. 2493, 2492, 2491 und 2490 ostwärts folgend, sodann entlang der Westgrenze der Gpn. 2482 und 2481 südwärts, soda nn ostwärts entlang der Südgrenze der  Gpn. 2481, 2480, 2479, 2478, 2184, 2185 und 2186, sodann südwärts entlang des Ostrandes des Weges Gp. 5338 bis zur Einmündung in den südlich der Gp. 2157 führenden Forstweg, so­ dann entlang des Nordrandes dieses Forstweges ostwärts bis zur Gemeindegrenze Obsteig / Mie­ming, anschließend entlang der Gemeindegren­ ze südwärts bis zum Schnittpunkt mit der Reut­ tener Bundesstraße, nach Querung dieser Straße an der Südseite dieser Straße ostwärts bis km 10,6, sodann entlang der Gemeindegrenze von Obstei g/ Miem ing und Obstei g/ Mö tz südwärts bis zum Schnittpunkt mit dem Weg, d.:!r von Häuserbichl in Richtung Liftstation führt, so­ dann entlang dem Südwestrand  dieses  Weges bis zum Schnittpunkt dieses Weges mit der Reuttener Bundesstraße im Bereich  der  Gp. 4254 (bisher alle KG. Obsteig), sodann entlang der  Südgrenze  der  Reuttener  Bundesstraße bis zum Schnittpunkt mit der 220/ 380-kV- Leitun g, sodann entlang des Südrandes des am südlichen Ende der Lärchenwiesen verlaufenden Weges bis zur Südostecke der Gp. 2437, sodann ent­ lang der Südgrenze der Gpn. 2437 und 2436 bis zum südwestlichen Ende der Gp. 2436, sodann südwärts entlang der Ostgrenze der Gpn. 2435/2 und 2432 / 398, sodann westwärts ent­ lang der G pn. 2432/ 398, 2432/399, 2432/400 und 2432 / 290 bis zum Schnittpunkt mit der Gp. 2432/273, von dort südwärts entlang der Ost­ grenze der G p. 2432 / 273, sodann westwärts ent­ lang der Südgrenze der   Gpn.   2432/ 274, 2432 / 275, 2432/276 und 2432/278 (bisher .a lle KG Nassereith) bis zum Schnittpunkt mit der Reuttener Bundesstraße.

l2J Die innerhalb der im Abs. l beschriebenen Grenze liegenden, in dem mit Bescheid der Tiro­ ler Landesregierung vom 30. März 1981, Zl. V e 546-233/ 4, genehmigten Flächenwidmungs­ plan für die Gemeinde Obsteig ausgewiesenen und mit der gemäß der Planzeichenverordnung, LGBI. Nr. 35/ 1973, in der Fassung der Verord­ nung Nr. 27/ 1977 mit der Signatur für Schutzgebiete umrandeten Flächen in den Ort­ schaften Holzleiten , Weisland, Aschland, Gschwent, Finsterfiecht, Thal, Wald, Unter­ strass und O bers t rass – jedoch mit  Ausnahme der zwischen den Wegen Gpn. 5198, 519 7, 519 2 / 1. 5201, 5200, 5199 und 5250/ 3 (bisher al­le KG Obsteig) gelegenen Flächen – unterliegen nicht den Bestimmungen dieser Verordnung,

§ 3

Im Landschaftsschutzgebiet bedarf, sofern im § 4 nicht anderes bestimmt ist, einer Bewilli­gung:

a) die Errichtung, Aufstellung und Anbrin­ gung von Anlagen, soweit sie nicht unter lit. c oder d fallen, besonders die Errichtung aller Ar­ten von baulichen Anlagen;

b) der Zu- und Umbau von Gebäuden, wenn dadurch ihr äußeres Erscheinungsbild erheblich verändert wird;

c) der Neubau, der Ausbau und die Verlegung von Straßen und Wegen;

d) die Errichtung von oberirdischen elek tri­ sehen Leitungsanlagen mit einer Spannung von 25 kV und darüber sowie von Luftkabelleitun­ gen:

e) die Vornahme von Geländeabtragungen und -aufschüttungen außerhalb eingefriedeter Hausgärten;

f) die Rodung von Heckenzügen und von Flurgehölzen sowie die Vornahme von Neuauf­forstungen;

g) die Vornahme von Entwässerungen;

h) jede erhebliche Lärmentwicklung, beso n­ ders durch den Betrieb von La u ts precherge ra­ ten

i) die Verwendung von Kraftfahrzeugen, da s Verlassen von Verkehrsflächen mit Kraftfahr­ zeugen und das Abstellen von Kr af t fa hrzeug en außerhalb von Verkehrsflächen oder außerhalb der unmittelbaren Nähe von Wohngebäuden;

j) das Kampieren außerhalb bewilligter Cam­pingplätze

§ 4

Im Landschaftsschutzgebiet bedarf ke iner Bewilligung:

  1. die Errichtung, der Zu- und Umbau ort s­ üblicher landwirtschaftlicher W irtscha fts gebä u­ de und Einfriedungen in den Lärchenwiesen:
  2. die Errichtung, der Zu- und Umbau von Bauten für land- und forstwirtschaftliche Be­ triebe einschließlich der zu diesen Betrieben ge ­ hörenden Wohnräume außerhalb der Lä rche n­ w1esen;
  3. die Anlage von Güter- und Fo rstw egen , d ie

Vornahme       von      Geländeabtragungen         und

-aufschüttungen und die Vornahme von Ent­ wässerungen außerhalb der Lärchenwiesen, so­ fern diese Maßnahmen der besseren land- oder forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung d ie cr Grundstücke dienen;

  1. die Vornahme von Maßnahmen zur In – standhaltung des bestehenden Wegenetzes;
  2. die Verwendung von Kraftfahrzeugen
  3. auf der Reuttener Bundesstraße,
  4. auf dem Gemeindeweg von der Reut tener Bundesstraße zum Arzkasten und weiter ü ber Weisland nach Aschland sowie von We i la nd nach Holzleiten,
  5. auf dem Gemeindeweg von der Reut 1ener Bundesstraße nach Gschwent und weiter na ch Fronhausen,
  6. auf dem Gemeindeweg von der Reu tten er Bundesstraße zur Liftstation und weiter nach Finsterfiecht, Langgarten, Oberstrass und Un ­ terstrass,
  7. auf dem Gemeindeweg von Finsterfiecht nach Thal und W ale!,
  8. auf der alten H o lzleit ens t raße bis zum \Ve i­ ler Holzleiten,
  9. auf dem Gemeindeweg von Wald über R o l­ ler bis zur Finsterfiechter Brücke,
  10. für land- und forstwirtschaftliche Zweck e sowie zur Versorgung von Berggasthöfen u n d von Schutzhütten

§ 5

Die Entscheidung über ein Ansuchen um d ie Erteilung einer Bewilligung nach  §  3  o bli eg t nach§ 7 A bs. 3 des Tiroler Na tur sch utzge se t ze der   Landesregierung.

§ 6

Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieser Verordnung werden nach 38 des Tiroler Naturschutzgesetzes bestraft.

§ 7

Diese Verordnung tritt mit dem Ablauf des Tages der Kundmachung in Kraft.

 

Der Landeshauptmann:
Wallnöfer

Der Landesamtsdirektor:
Gstrein

 

 

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Quelle: Landesregierung

Orginaldokument: Landesgesetzblatt für Tirol vom 20.1.1981