Neuer Waldweg durch die Lehnberger Mahder

Die früheren Berg- und Lärchenwiesen, die „Lehnberger Mahder“ genannt , haben sich selbst, weil der Natur überlassen, in kaum 70 Jahren komplett in dichten Wald umgewandelt. Bis vor dem zweiten Weltkrieg wurden diese Bergwiesen noch gemäht. Vor 50 Jahren konnte man noch von der gegenüberliegenden Talseite, vom Lehnbergweg aus, die weidenden Schafe zählen.

Heute erinnert nur mehr die alte Grenz- und Lejdesäule, geschaffen von Johann Riser (1889-1980), an die Heunutzung auf den Lehnberger Mahdern. Der letzte Mäher und Nutzer dieser Bergwiesen war Peter Auer (1890-1948) vulgo Nöttles Peater während des zweiten Weltkrieges.

Um diesen entstandenen Wald pflegen und nutzen zu können, haben die Eigentümer dieser Mahder, inzwischen Wälder, von der Firma Roland Holzknecht aus Längenfeld, im Juni 2020 einen neuen Forstweg bauen lassen.

Der alte Mahderweg, beginnend an der Mure etwa 100 m vor der Sturlbachbrücke ist wieder frei begehbar und ermöglicht trockenen Fußes vorbei an der Quelle des Mahderbrunnens auf die Lehnbergmahder zu wandern. Bei der Lejdesäule geht es rechts weiter durch den lichten Hochwald der Gemeinde hinauf zum Forstweg der Gemeinde , bei der Kehre schließt dann der neue Mahderweg an.

1761 kauft Kaspar Khuen ein Viertlguet aus dem Larchhof zu Schneggenhausen bei Obstaig von Thoman Schaffenrath, mit dem Galtmahd im Lehnberg.

Auszug aus dem Kaufvertrag: „Letstlichen ain Galtmahd, der Lönperg genannt, von vier Mannmahd, welches ains Jahr der Käuffer, das andere Jahr Michael Zoller zu genießen hat. Zaigt Morgens an gemaine Kueh-Alben der Obsteiger, Gschwendter und Konsorten, Mittag an Sturlpach, Abends an Thoman Spillmanns Galtmahd, Mitternacht an Arzperg.“

 

Auf der anderen Seite des Arzberges, beim Ploder, wurde dieser Ölschiefer abgebaut und daraus Steinöl gebrannt.

Vor ca. 50-30 Millionen Jahren vollzog sich die Auffaltung der Alpen durch die Kollision des Kontinentalblockes der Afrikanischen Platte mit der Eurasischen Platte. Die Gesteine der nördlichen Kalkalpen, des Wettersteingebirges und des Tschirgantmassivs sind aus Sedimentablagerungen in urzeitlichen Meeren entstanden.

Text und Bildmaterial zusammengestellt von Toni Riser

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Quelle: Chronik Obsteig