Warum der Hirsch sein Geweih verliert…

das Geweih eines 16 Enders, dass im Gemeindegebiet von Obsteig aufgefunden wurde

aufgefundene Abwurfstange
Warum der Hirsch sein Geweih verliert . . .
Grund für den Abwurf der Geweihstangen im Spätwinter ist der Tiefststand des Testosteron Hormons beim Rothirsch. Das Geweih eines Rothirsches besteht keineswegs aus Horn, sondern aus Knochensubstanz. Wissenschaftler kennen heute zwar den Vorgang des Geweihabwurfes, doch warum die Natur dem Tier einen derartigen körperlichen Kraftakt zumutet, ist ungeklärt. Knochenfressende Zellen, sogenannte Osteoklasten, zerstören als Folge des sinkenden Hormonspiegels die Knochensubstanz zwischen dem Geweih und den knöchernen Stirnzapfen, den sogenannten Rosenstöcken, am Kopf des Tieres. Dadurch löst sich die Geweihstange – und auch der stolzeste aller Platzhirsche steht im Februar plötzlich „oben ohne“ da.

Fest steht: Das Tier bildet innerhalb von etwa 140 Tagen ein völlig neues Geweih aus. Dem Körper wird während des Geweihwachstums viel Kalzium für die Knochenbildung entzogen – denn eine einzelne Geweihstange kann bis zu sieben Kilogramm wiegen.
Das heranwachsende Geweih wird als Schutz mit Bast – einer Samtartigen Haut überzogen. Werden die Tage nach der Sommersonnenwende wieder kürzer, beendet der steigende Testosteronspiegel das Wachstum und initiiert das Verfegen – das Abstreifen der Basthaut.

nachschieben der Knochensubstanz

Kolbenhirsch
In der Natur wird alles genutzt – auch die abgeworfenen Geweihstangen. Sie sind aufgrund ihres hohen Kalk- und Phosphorgehaltes bei Nagetieren wie Mäusen beliebt. Das Sammeln und Mitnehmen von Abwurfstangen ist Waldbesuchern allerdings nicht erlaubt. Wer unbefugt ist und Abwurfstangen mitnimmt, macht sich der Wilderei schuldig.
Galerie:
- frisch abgeworfen
- Abwurfstange im Frühjahr
- Basthirsch
- Hirschbast
- Rotwild
Mit freundlichen Grüßen und Weidmannsheil Tiroler Jagdaufseherverband Bezirksobmann Imst
Christian Weiss







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