Ein Dreiakter des Lebens

In einem Millionenhit von Elvis Presley hieß es einmal: ,,Someone said, the world is a stage and each must play apart“ was sinngemäß so viel bedeutet wie: ,,Die Welt ist eine Bühne und jeder hat seine Rolle zu spielen“. Ob allerdings in einem Stück der Weltliteratur oder in einer Schmierenkomödie, weiß man meist erst hinterher. Auch die Vorgänge rund um die Projektpläne am Obsteiger Grünberglift erinnern derzeit sehr deutlich an eine Inszenierung. einer Heimatbühne, der Vorhang nach dem zweiten Akt scheint nun gefallen, das Publikum wartet mit Spannung auf das „große Finale“,  Von Thomas Pfader Die Vorgeschichte ist bekannt. Nach Jahrzehnten des defizitären Darbens, hauchten die Plateaugemeinden und der TVB Mieminger Platau und Fernpass Seen dem Lift am Grünberg in Obsteig neues Leben ein. Parallel dazu sollte die gesamte Region belebt werden, kann doch nur mit einer nennenswerten Sommerauslastung auch der Sessellift erhalten -werden. Quasi als Vater der von allen erhoff ich Revitalisierung konnte Florian Schennach in der Funktion des Geschäftsführers • der Liftgesellschaft gewonnen erden . Seine Aktivitäten becherten dem Grünberg bereits in er letzten Wintersaison unerwar· ret positive Resonanzen. Vom Er[ olg beflügelt, bemühte sich Schennach – mit dem Segen von TVB und Gemeinde• in der Folge 1.1m Investoren, die sich aktiv an  der Entwicklung des Obsteiger  Erholungsbereiches beteiligen sollten. Als Entscheidungshilfe sollte eine Telefonumfrage die· 0 en, auch die Bevölkerung wurde von Arbeitskreisen zur Mitarbeit eingeladen. Die folgenden Verhandlungen rund um die Investitionen am Obsteiger Grünberg erfüllten die Erwartungen nicht, sogar das bereits beschlossene Modernisierungspaket für den Schlepplift geriet ins Schwanken. Obwohl immer wieder Fristen ergebnislos verstrichen, wurden die schleppenden Verhandlungen fortgeführt, für abgebrochen erklärt und dann dennoch „wieder aufgenommen.

ESKALATION. Zur Eskalation kam es, als am 6. November Gerhard Haidacher sich  persönlich als einziger lnvestor deklarierte. Nach Einsicht in öffentlich allgemeinzugängliche Akten äußerte der Rechtsanwalt der Gemeinde Obsteig, Dr. Offer. schwere Bedenken in Bezug auf die Bonität des Interessenten. Vor diesem Hintergrund sich der Gemeinderat in Obsteig gezwungen, per einstimmigem Beschluss festzulegen, dass im Zusammenhang mit dem Bau eines Talstations/ Restaurantgebäudes keine Planungsaufträge an das von Herrn Haidacher vorgeschlagene Büro .,Aste“ vergeben werden, mit Herrn Gerhard Haidacher. keine weiteren Verhandlungen geführt werden und Florian Schennach angewiesen wird, in dieser Funktion ebenfalls keine Verhandlungen mehr zu fuhren. Es wurde weiters beschlossen, die Bevölkerung – durch Postwurf über die aktuelle Situation zu informieren. Besonders diese Aussendung schmerzt Florian Schennach persönlich sehr, empfindet er sich doch durch die gewählte Darstellung und Vorgehensweise als .fallengelassen und vorgeführt“. In einem Pressegespräch bestätigte Bgm. Mag. Gerald Schaber sowohl einen Bruch der Vertrauensbasis durch die deklarierte Mitwirkung Florian Schennachs an Gerhard Haidachers Projektteam – wie am Projektentwurf vom 25. September ersichtlich • andererseits streut er dem Liftgeschäftsführer Rosen und hofft auf eine weitere , gedeihliche Zusammenarbeit, habe doch noch  nie zuvor jemand .am Grünberg so viel bewegt“. UND SCHLUSS. Der zweite Akt – von der jungen Liebe bis zur Scheidung – wäre somit geschlossen. Was die Zukunft bringt bleibt abzuwarten. Sollte sich die alte Weisheit, dass Gewitter die Luft reinigen bewahrheiten, so darf mm auf ein glückliches Ende hoffen . Dass sich in regionalen Projekten die Politik der kleinenSchritte oti besser bewährt als Planungsgiganten zeigte sich bereits h:äufig. Der neuen Schlepplift, ein Übungslift und die Bescheinigungsanlagen sind jedenfalls aus eigener Kr.in entstanden und die neuen Pächter des Liftcafe setzen alles dann, auch das Umfeld am aktiv zu gestalten. Veranstaltungen nach dem Musterder Vorjahre stehen am Plan und auch sonst scheinen die 2.eichcn keineswegs w schlecht wie auf den ersten Blick vermute!. Wie der letzte Akt enden wird weiß noch nie und, die Chancen 5tchen  allen Varianten offen: der Tragödie wie dem Lustspiel.

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Quelle: Rundschau

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