Kurzinfos Oktober 2002

Tirol hat einen neuen Landeshauptmann. Am 26. Oktober löste der bisherige Bürger­meister von Innsbruck, DDr. Herwig van Staa den Landeshauptmann Wendelin Weingartner in seiner Funktion ab.

Herwig van Staa ist gebürtiger Oberösterreicher und war vor seiner politischen Tätigkeit Professor an der Universität Innsbruck. Er heiratete die Tochter Luise des früheren Landeshauptmannes Eduard Wallnöfer und wohnt in Barwies.

Schon längere Zeit im Innsbrucker Stadtrat, schaffte er es mit der Liste „Für Innsbruck“ (Abspaltung aus der ÖVP) vor einigen Jahren auf Anhieb, den amtierenden damaligen Bürgermeister Romuald Niescher bei einer Gemeideratswahl abzulösen. Vor einem Jahr wurde er (angetreten gegen Ferdinand Eberle) Landesparteiobmann der ÖVP.

Am 27. Oktober gab es einen Taktstockwechsel bei der Musikkapelle Obsteig. Der bisherige Kapellmeister Stefan Laube (Klarinettist und Lehrer an der Musikschule Region Telfs und Umgebung), Kapellmeister seit September 1994, übergab sein Amt an Markus Ettlinger.

Markus kommt aus Niederösterreich und hat in Obsteig ein Haus gebaut. Er ist Trompeter beim Innsbrucker Symphonieorchester, ist abends wegen Proben und Aufführungen oft in Innsbruck und muss deshalb natürlich seine Zeit für Proben mit unserer Kapelle genau einteilen . Die „Taktstockübergabe“ erfolgte im Rahmen eines Frühschoppenkonzertes in der Sporthalle des „Tyrolhotels“.

Ein neuartiger Brauch setzt sich bei uns immer mehr durch. Es ist das am Abend des 31. Oktober gepflogene „Halloween“. Kinder gehen als Hexen, Geister , Zauberer, Skelette oder sonst gruseligen Gewändern verkleidet von Haus zu Haus, begehren Einlass und rufen die scherzhafte Drohung „Süßes oder Saures“. Die Hausbewohner sollen ihnen darauf Süßigkeiten geben . Tun sie es nicht, soll es allerlei Schabernack geben (welchen, weiß ich noch nicht ). Vor den Haustüren, auf Balkonen oder an sonst exponierten Orten liegen ausgehöhlte Kürbisse, deren Rinde zu furchterregenden Gesichtern ausgeschnitten ist und die innen mit einer Kerze beleuchtet sind, so dass die Öffnungen nach außen leuchten.

Der Brauch ist aus Amerika importiert, wie Volkskundler sagen, und ein so genannter „Heische-Brauch“, bei dem man  also etwas „heischt“ (fordert).  Seinen  Ursprung  sollte er aber in den keltischen Ländern wie Schottland, Irland  und  Wales  haben  und von dort mit Einwanderern nach Amerika gekommen sein.

Die Supermärkte und andere Händler haben die Zeichen der Zeit erkannt und machen mittlerweile mit den Maskierungen beste Geschäfte.

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Quelle: Gemeinde Obsteig

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