in Chronik 2004 - 2005

Von den vielen Rotkreuz-Ortsstellen Tirols ist für Obsteig in erster Linie jene von Mötz zuständig, die auf eine sehr lange Tradition zurückblicken kann.

In den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg verbrachte ich einige Wochen im Sommer bei meinen Verwandten in Mötz und erinnere mich, daran, dass ich in der Königsstraße ein Haus mit der Aufschrift „Zum barmherzigen Samariter“ gesehen habe.

In den letzten Jahren – die Anforderungen an die Sanitäter wurden immer größer und vielfältiger – wurde ein Neubau immer dringlicher. Ein sehr guter Platz an der Straße zum Locherboden bot sich an und es entstand ein zeitgemäßer und moderner Bau, der im November 2003 bezogen werden konnte. Nun fand imMai die Segnung des Hauses statt.

Über die Geschichte des Roten Kreuzes kann man sich ja im Internet besser informieren, daher hier nur kurz:

Der Schweizer Kaufmann Henri Dunant erlebte im Jahr 1859 die furchtbare Schlacht von Solferino (Italien) mit. Sein Entsetzen über die zahllosen Schwerverletzten und Sterbenden war derart groß, dass er mit Hilfe von Gleichgesinnten eine Institution gründete, die sich das „Rote Kreuz“ nannte und der neutralen Betreuung Verletzter und Kriegsgefangener verschrieb.

Es trat 1864 in Genf eine internationale Konferenz zusammen, die die so genannte „Genfer Konvention“ beschloss und deren Bestimmungen sich bis heute bewährten. Sie wird von fast allen Staaten anerkannt.

Bald dehnte sich der Arbeitsbereich des Roten Kreuzen auch auf zivile Hilfeleistung aus. So wurde es eine weltweite Hilfsorganisation mit weltumspannender Flächendeckung.

In den islamischen Ländern, die das Kreuz als Symbol ablehnen, heißt diese Organisation „Roter Halbmond“, im Iran „Roter Löwe“, in Israel „Roter Davidsstern“.

 

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Quelle: Gemeinde Obsteig

Orginaldokument: Neue Rotkreuzstelle Mötz