in Chronik 2004 - 2005

Kleiner Jahresrückblick 2004
Ortschronist Hubert Stecher

Friedhofserweiterung

Friedhofserweiterung


Manmöchte es nicht glauben, doch hatte am 20. September dieses Jahres Obsteig 1188 Einwohner, davon 1099 mit ihrem Hauptwohnsitz in der Gemeinde. Damit ist die Einwohnerzahl in gut drei Jahren um 140 Leute oder 15 % gestiegen, seit 1961 um 557 Menschen oder 102 %. Es ist schön zu beob­achten, wie es immer mehr Menschen in unsere Gegend zieht, die die Wohn- und Lebensqualität hier zu schätzen wissen. Obsteig ist ein wachsendes Dorf. Doch dieser Zuwachs bringt auch für die Gemeinde Aufgaben mit sich. Der Obsteiger Friedhof ist im Jahr 1957 erweitert worden und jetzt wäre er zu klein bemessen. Die Erweiterung ist heuer wenigstens so weit gediehen, dass man sich ungefähr ein Bild von der fertigen Anlage machen kann.

Kanal- und Wasserrohrverlegung Lehnerg

Kanal- und Wasserrohrverlegung Lehnerg

Den Rohrverlegungen der neuen Trinkwasserleitung mit dem Kanal aus dem Lehnberg folgt nächstes Jahr  der Bau eines großen Wasserbassins hinter dem Arzkasten. Damit dürften die Sorgen, die vor allem der Lawinenwinter 1999 verursachte, für längere Zeit behoben sein.

Nebenbei machte das Trinkwasser  manchem  Obsteiger im Dezember 2003 und im November des heurigen Jahres so lange Sorgen, bis man erfuhr, dass die neue Beschneiungsanlage am Schlepplift die Ursache für das graue Wasser war. Überhaupt hat man im letzten Herbst am Grünberg kräftig investiert, doch was nützen die besten neuen Lifte, wenn kein Schnee liegt.

Die Skiabfahrt am Grünberg

Die Skiabfahrt am Grünberg

Übrigens heißt unser Grünberg jetzt „Greenberg“, wie uns das Liftcafé belehrt. Man ist eben „in“, und wenn selbst der Berg herhalten muss. Ein wenig missglückt freilich, denn der ursprüngliche Name unsere Schiberges war „Grindberg“, hat also mit der Farbe nichts zu tun.

,,Grind“ ist ein alter Name für „Kopf ‚.

 

 

Ansitz "Schneggenhause" bzw. Postmeisterhaus

Ansitz „Schneggenhause“ bzw. Postmeisterhaus

Ein weiteres Projekt der Gemeinde nahm im letzten Winter Gestalt an: Das neue Biomasseheizwerk ging in Betrieb und scheint klaglos zu funktionie­ren. Seit den letzten Weihnachtsferien ist auch die Schule angeschlossen . Ob es dadurch im Haus so warm ist, dass jetzt eine Freiluftklasse geplant wird, wer weiß. Der Vorplatz der Schule ist übrigens jetzt so schön gestaltet, dass man sich fast nicht mehr parken traut. Etwas, was wenige aufweisen können ist das Labyrinth, das Herbert Krug entworfen hat und das zum Nachdenken einlädt. Wenn sich ein weiteres Projekt verwirklichen lässt, dann hat die Heizanlage bald noch ein Gebäude zu wärmen. Die Gemeinde hat nämlich einen wirklich epochalen Schritt getan und das Postmeisterhaus angekauft. Zu verwirklichen wäre, ginge es nach Plan, dort das Gemeindeamt, den TVB und einen Seminarraum unterzubringen. Wenn man die nöti­gen Gelder aufbringt, eine gute Sache. Nicht aus­zudenken wären die Folgen gewesen, wenn das Haus in fremde Hände gekommen und abgerissen worden wäre und dann gegenüber der Kirche und dem Widum etwas gebaut würde, das das schöne erhaltenswerte Ensemble noch mehr stört als das SPAR-Geschäft und seine Werbesäule.

Ehrenbürger der Gemeinde Obsteig - Abt German Erd

Ehrenbürger der Gemeinde Obsteig – Abt German Erd

Wollen wir auch nicht vergessen, dass P. German heuer am Josefitag zum Ehrenbürger Obsteigs ernannt worden ist. Er ist derzeit der einzige Lebende, dem wir zu dieser Auszeichnung gratulieren können.

Dieser Jahresrückblick wäre unvollkommen, vergesse man die Gemeinderats- und Bürgermeister­wahlen. Am 7. März ging die Bevölkerung zur Urne und viele hofften, dass die Gräben, die schon im Wahlkampf aufgerissen worden sind, bald wieder zugeschüttet werden und Friede und Ruhe im Dorf einkehren. Wir alle sehen, wie schwer das ist. Doch in letzter Zeit deutet manches darauf hin, dass man das Gemeinsame vor dem Trennenden sieht. Gott sei Dank.

In diesem Sinn: Alles Gute für das Jahr 2005.

Die beiden Bürgermeisterkandidaten

Die beiden Bürgermeisterkandidaten

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Quelle: Hubert Stecher

Orginaldokument: Rückblick 2004