in Chronik 2002 - 2003

Die Alliierten stoßen In die Millionenstädte Bagdad und Basra vor. Das Leid der Zivilbevölkerung wächst dramatisch.

BAGDAD (IT). Die Gefechte haben die großen Städte erreicht. Schlachtenlärm und Luftangriffe rund um die Uhr gönnen den Einwohnern keine Pause. Hunderttausende Menschen versuchen,
mit ihren wenigen Habseligkeiten aus Bagdad und Basra zu fliehen.

Die Versorgungslage in Bagdad wird immer dramatischer. Die Krankenhäuser können den Ansturm nicht mehr bewältigen. Laut einem griechischen Arzt fehlt es an allem: Schmerz- und Narkosemittel, Antibiotika und Verbandsmaterial.

Rotes Kreuz besorgt

Mi. jedem Luftangriff brauchen mehr Menschen Hilfe. Allein am Wochenende wurden mehrere hundert Verletzte und Dutzende weitere Tote in die bereits überfüllten Krankenhäuser eingeliefert, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mit.

Völlig unklar ist die Lage in mittleren Städten wie Kerbela, Hilla und Nassirija, wo in tagelangen Kämpfen Zwischen US-Truppen und irakischen Milizen Hunderte Zivilisten umgekommen sein sollen. Bei einem weiteren Zwischenfall an einer Straßensperre erschossen US-Soldaten sieben Flüchtlinge, darunter drei Kinder.

Einkesselung geplant

Die Alliierten treiben die Bodenoffensive weiter voran. Die US-Truppen planten nach eigenen Angaben Bagdad bis Sonntagabend vollständig einzukreisen. Zwei Panzervorstöße in die Stadt hinein hinterließen eine Spur der Verwustung.

Im Süden rückten britische Panzer nach eigenen Angaben ins Zentrum von Basra vor. Ein Militärsprecher bestätigte, ,dass die Entscheidung gefallen sei die seit Kriegsbeginn belagerte Stadt einzunehmen. Gleichzeitig verschärften die USA die Luftangriffe auf irakische Stellungen im Norden. Am Sonntag kam es erneut zu zwei schweren Zwischenfällen.

Im Nordirak bombardierte die amerikanische Luftwaffe irrtümlich einen Konvoi, mit dem US-Spezialeinheiten, verbündete kurdische Milizionäre sowie kurdische Zivilisten unterwegs waren. Angeblich kamen mehr als ein Dutzend Personen ums Leben.

Auf dem Weg von Bagdad nach Jordanien geriert Außerdem ein Konvoi mit russischen Diplomaten zwei Mal unter Feuer. Dabei gab es nach russischen Angaben mehrere Verletzte.
Saddam Hussein rief die Iraker in einer weiteren im TV verlesenen Erklärung zum Widerstand gegen die Alliierten auf.

Flucht aus dem Horror des Kriegs: Irakische Familie versucht, aus Bagdad zu entkommen


Fortsetzung in Originaldokument

Empfohlene Beiträge

Suchbegriff eingeben und Enter drücken um Suche zu starten.

Quelle: Gemeinde Obsteig, Zeitungsartikel, Zeitungsartikel

Orginaldokument: Krieg immer verheerender, Massenflucht und Elend