in Chronik 2002 - 2003

Der Löwenwirt wird, wie schon erwähnt, abgerissen und macht einem Lebensmittelmarkt der Firma SPAR Platz.

Damit geht für Obsteig eine Jahrhunderte lange Wirtshaustradition zu Ende. Der ursprüngliche Gasthof stand zwischen dem Sternwirt (gegr. 1871) und dem „Wegmacher“, (heute Haus Tschuggnall, Nr. 249) hinter dem Café „Alte Schmiede“. Erst in den 1960er-Jahren wurde er von der Familie Granbichler (Tyrolhotel) gekauft und abgerissen.

Das Gasthaus wurde schon in den landesfürstlichen und den Stamser Güterverzeichnissen um 1300 als „Nivenstift“ erwähnt und seine Besitzer haben in den vielen Jahrhunderten seither in Obsteig immer wieder eine bedeutende Rolle gespielt. Unter den vielen Erwähnungen sei nur jene von Jacob Mader genannt, der sich als vehementester Vertreter Obsteigs um den Bau der Pfarrkirche bemüht hat. Im Löwenwirt wohnte auch im 19. Jahrhundert lange der bedeutende Schriftsteller und Dramatiker Karl Schönherr, weil sein Onkel hier Wirt war.

Die Wirtsleute gehen in Pension und niemand fand sich, der übernehmen wollte. Der neue Gasthof „Löwe“ wurde dann in den 1970er-Jahren südlich der neuen Durchzugsstraße gebaut und stand – wie wir sehen – nur ca. 35 Jahre. Sein nunmehriger Abriss stört das Dorfbild zwar nicht so sehr, eine alte Tradition geht damit trotzdem zu Ende.

Noch einige Impressionen vom August 2002

Der Abriss des Löwenwirts geht zügig voran. Die Fotos sollen vor allem Erd­bewegungsmaschinen aus unserer Zeit festhalten. Ein Bild zeigt die neue Rampe für Rollstuhlfahrer im Erdgeschoss der Volksschule.

 

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Quelle: Gemeinde Obsteig

Orginaldokument: Löwenwirt Abriss